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  • Ulrike Lohmann

Moral vs. Geschäft und wie Stornorechnungen da hinein passen

Da ist sie dahin: unsere fantastische Vorsaison 2020. Liebgewonnene Stammgäste sagen reihenweise ab – kein Wunder: jeder muss sich mit Verboten, Einschränkungen, Ängsten und sich täglich ändernden Rahmenbedingungen auseinandersetzen.

Tja, und dann stehen wir vor der Frage, wie und wann und überhaupt kann man denn in dieser Zeit moralisch vertretbare Stornorechnungen schreiben? Die rechtliche Seite möchte ich hier bewusst ausklammern. Fühlt es sich wie „Abzocke“ an? Schließlich müssen die Gäste schon damit umgehen, ein Erlebnis, auf das sie sich gefreut haben, abzusagen und schützen mit einer Absage ja auch ihre und die Gesundheit anderer – um das nicht zu vergessen.

Grundsätzlich ist es aktuell unendlich schwer, gerade unseren Stammgästen eine solche Rechnung zu schicken. Aber kann ich mir ganz persönlich überhaupt leisten, wegen eines schlechten Gefühls keine Stornos zu berechnen? Wäre nicht das wirklich moralisch verwerflich wenn ich wegen eigener Skrupel, und die habe ich, den einfachen Weg gehen würde und ohne Nachdenken auf die Erstellung von Stornos verzichten würde? Wäre das nicht ein riesengroßer Verrat an meinen Kollegen die gerade jetzt darauf vertrauen, dass ich alles tun werde um ihre Arbeitsplätze zu sichern?

Wie heißt es so schön: „Erst das Fressen dann die Moral“ Aber ist es unmoralisch fürs „Fressen“ auch anderer zu sorgen?

Manchmal ist es eben wirklich nicht schön Geschäftsführer(in) zu sein.

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